Archiv des Schlagwortes ‘Gebäudesanierung’

Energiewende: Nichts als Werbung

Freitag, den 20. Mai 2016

An dieser Stelle müssen wir an die Bundestagsdebatte zu den deutschen Klimazielen am 13. November 2014 erinnern. Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter der CDU aus Konstanz, sagte damals:

„Wir haben in Deutschland fraktionsübergreifend dieses Ziel formuliert und für gut geheißen: Bis 2020 den CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Das ist Ausdruck unserer besonderen Verantwortung, die wir haben als ein großer Emittent, als der größte Emittent innerhalb der Europäischen Union. Das ist Ausdruck unserer Vorreiterrolle, und unsere Botschaft ist klar: Es gibt kein Vertun, dieses Ziel gilt und es muss erreicht werden. Und deshalb werden wir beim Klimaschutz noch einmal einen Zahn zulegen. Wir werden noch einmal eine Schippe drauflegen.“

Anderthalb Jahre später stellt das Bundeswirtschaftsministerium nun seine „Schippe“ vor:

efi

Es geht um den „Schlafenden Riesen“ Gebäudesanierung – diesen Ausdruck gebrauchte Jungs Partei- und Fraktionskollege Thomas Bareiß, der „Beauftragte für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“, ebenfalls in einer Bundestagsdebatte: 40 Prozent aller deutschen Treibhausgase entstammen dem Gebäudebereich.

Seit Jahren streitet die Politik, wie dieses Potenzial für den Klimaschutz endlich zu heben wäre. Zuletzt hatte die Große Koalition versprochen, die energetische Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem Steuerbonus anzukurbeln. Dummerweise war das am Veto des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) im vergangenen Jahr gescheitert.

Tatsächlich will die Regierung 80 Prozent der heute im Gebäudesektor eingesetzten Wärme bis ins Jahr 2050 einsparen – durch die energetische Sanierung.

Dafür gibt es also jetzt die „neue Schippe“:

effi

Nanu: Wer Heizkosten spart, kann mehr für Fernreisen – bis ins All – ausgeben?

Wenn Sie sich jetzt fragen, was die Reisekosten mit den Treibhausgasen zu tun haben: Darum geht es hier gar nicht! Schauen Sie mal!

effiz

Die Auflösung: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat gerade eine neue Kampagne für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich gestartet. Es gibt ein bisschen Geld und viel Öffentlichkeitsarbeit.

Damit ist Gabriel in bester Gesellschaft. Seine Ministerkollegin Barbara Hendricks (SPD), zuständig für das Bauressort, hat vor zwei Jahren auch schon mal eine neue Kampagne für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich gestartet. Es ging um „Piekse für den schlafenden Riesen“ – die Ministerin erklärte damals: „Wir brauchen für das Erreichen unserer Klimaziele eine Sanierungsrate von 2,5 Prozent des jährlichen Gebäudebestandes.“

Tatsächlich aber sank die Sanierungsrate seitdem unter ein Prozent. Offensichtlich fällt der Politik außer Werbung für die Energiewende nichts ein.

„Werbung für mehr Effizienz allein reicht nicht“, sagt die energiepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Julia Verlinden. Die Kampagne komme spät, außerdem sei sie nicht genug mit tatsächlichen Anreizen und Maßnahmen unterfüttert. Die klimapolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Eva Bulling-Schröter, vermutet hinter Gabriels Vorstoß gar ein Ablenkungsmanöver: „Während die Große Koalition beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor mit der umstrittenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gerade voll auf die Bremse tritt, präsentiert der Vizekanzler neue Förderprogramme für Energieeinsparung und kündigt eine breite Öffentlichkeitskampagne an.“

Danke an Percy V. aus Berlin für den Hinweis!


Taz: Gegen den Klimaschutz stinken

Donnerstag, den 5. März 2015

Die taz, diese von uns so geliebte, bewunderte und manchmal gehasste taz.die tageszeitung, hat mit einer Stromwechselkampagne vor 15 Jahren den persönlichen Klimaschutz erfunden. „Licht an“, hieß eine Kampagne, die unser Schwesterportal klimaretter.info gemeinsam mit der taz und anderen Partnern 2007 auf die Titelseite deutscher Medien hob. Immer wieder schreiben taz-Autoren wichtige Bücher über den „Tatort Klimawandel“, „Das Strompreiskomplott“ oder die „Glücksökonomie“.

Aber dann es gibt auch tazler, die überhaupt nicht einverstanden sind mit dem Klimaschutz. Zum Beispiel Friedrich Küppersbusch, dessen Moderation der WDR-Politiksendung ZAK in den 1990er Jahren Kultstatus einbrachte. Seit 2003 ist er jeden Montag in der taz vertreten mit seiner Interview-Kolumne:

küpper

An diesem Montag ging es Küppersbusch auch um Klimaschutz. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte überraschend die im Dezember beschlossene steuerliche Abschreibung der energetischen  Gebäudesanierung kassiert – „angeblich, um den Handwerkerbonus nicht zu gefährden“, wie die taz-Frager formulieren: „Ist er der Held des kleines Mannes?“

„Immerhin ist Horst, die lose Kanone, jetzt prima isoliert“, antwortet Küppersbusch, dessen Markenzeichen es ist, immer sehr witzig zu sein in seinen Kolumnen-Antworten. Beim Blick hinter die Fassade sei der Deal allerdings

küpper2Zack!

Dann ist Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dran, die „schüchtern“ „tremoliert “, „Energieeinsparung fange bei Dach und Heizkeller an“. Dabei verteile Hendricks

küpper3„Die Hauswende“.  Zack, zack, zack!

Jetzt nimmt Küppersbusch Anlauf fürs Finale.

Hier die Zeitlupe. „Kurz: Seehofer 

küpper1

Stinkstoffindustrie! Hihi!! Zack, das sitzt. Und: Bloß gut, keine Milliardensubventionen!

Das sitzt? Liebe taz, hallo Friedrich Küppersbusch, das ist natürlich lustig daher-Sprüche-geklopft. Aber leider zusammentremolierter Unsinn.

Styropor ist erstens nämlich nur EIN Dämmstoff für die Gebäudesanierung: Es gibt Mineralwolle, Steinwolle, Glaswolle, Baumwolle, Wärmedämmverbundsysteme aus Kork oder Hanf, Polyurethan-Hartschaum, Holzfasern oder Zellulose. Styropor? „Von rund 30 Millionen Kubikmetern Dämmstoffen, die pro Jahr verarbeitet werden, entfällt … der Löwenanteil auf Glas- und Steinwolle“, erfährt man beim Institut für Wohnen und Umwelt in Darmstadt. Richtig wäre bei Küppersbusch also am ehesten ein „Durchmarsch der Glas- und Steinwoll-Lobby“ gewesen.

Die Bundesregierung hat zweitens 1,3 Millionen Euro zur drei Millionen Euro billigen Hauswende-Kampagne dazugegeben: Der andere Teil kommt vom Industrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik, vom Verband Fenster + Fassade, vom Bundesverband Flachglas, von vielen weiteren Partnern und AUCH von Wärme-Dämmverbänden, die neben der Holzfaser-Industrie, den Hanfbauern oder Hartschaum-Herstellern unter anderem AUCH die Styropor-Konzerne vertreten. Warum sollte Hendricks eine Broschüre, deren größter Einzelfinanzier die Bundesregierung ist, bittschön nicht verteilen sollen?

Horst Seehofer blockiert drittens nicht die „Stinkstoffindustrie“, sondern das deutsche Klimaziel. Wohngebäude sind für 40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs und ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Zwei von drei Gebäuden sind energetisch sanierungsbedürftig, weil sie vor der Einführung der Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden. Zuletzt war die energetische Sanierungsrate aber immer nur rückläufig, ohne einen Impuls aus der Politik wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 nicht schaffen. In ihrem Aktionsprogramm hatte die Bundesregierung im Dezember deshalb verabredet, dass die energetische Gebäudesanierung nun doch endlich durch einen steuerlichen Anreiz angekurbelt werden soll. Jahrelang hatte die Politik über dieses Instrument gestritten, das 2012 schließlich am SPD-dominierten Bundesrat scheiterte. Und jetzt stellt sich Horst Seehofer quer.

Es ist gerade enorm schick, auf den Klimaschutz im Gebäudesektor einzudreschen: Schließlich ist es die „Stinkstoff“-Industrie, die das letzte sichere Geschäft der Atom- und Kohle-Konzerne zu zerstören droht: Die fossile Überversorgung der taz- und Küppersbusch-und-Co-Heizungen.

Danke an Serena K. aus Berlin für den Hinweis!


Gebäudewirtschaft: Unvorstellbare Panik

Dienstag, den 1. Oktober 2013

Es gibt Sachen, die so unvorstellbar sind, dass es schwierig ist, sich davon ein Bild zu machen. Zum Beispiel dies hier:

düsseldorf

1,7 Billionen Euro! Das sind 1.000.000.000.000 € + 700.000.000.000 €. Diese Summe ist 5,5-mal größer als das, was die Bundesrepublik 2013 insgesamt ausgeben wird. Oder um ein anderes Bild zu bemühen: 1,7 Billionen Euro entsprechen fast dem gesamten Schuldenstand dieses Landes.

Es geht um eine Studie des Forschungscenters Betriebliche Immobilienwirtschaft an der TU Darmstadt, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Energiewende im Wärmesektor 1,7 Billionen Euro kosten wird. Strom ist ja nur das eine, über das viel geredet wird. Aber 38 Prozent des Endenergieverbrauchs dieser Bundesrepublik entfallen auf den Verbrauch im Gebäudesektor – das größte Klimaschutzpotenzial Deutschlands.

Autor der Studie ist Professor Andreas Pfnür, und der sagt: „Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 900 bis 1.300 Euro zahlen nach der Sanierung die Hälfte ihres Einkommens für das Wohnen.“ Weil dafür so irre viel Geld notwendig ist. Das sei sozialer Sprengstoff, so der Professor.

Tatsächlich will die Regierung 80 Prozent der heute im Gebäudesektor eingesetzten Wärme bis ins Jahr 2050 einsparen – durch die energetische Sanierung. In der Rheinischen Post aus Düsseldorf heißt es dazu:

düsseldorf2

Die Welt titelte: „Klimaziele ruinieren Mieter und Eigentümer“. Denn nicht nur die armen Mieter werden durch die Energiewende massenhaft in soziales Elend getrieben, auch die Hausbesitzer werden Opfer! Im Interview erklärte Universitätsprofessor Pfnür, womit die Eigentümer rechnen müssen: Sanierungskosten von bis zu 140.000 Euro pro Einfamilienhaus und 300.000 Euro pro Mehrfamilienhaus.

Keine Angst, liebe Besitzerinnen und Mieter! So schlimm wirds nicht. Zum einen hat der Universitätsprofessor in seiner „Studie“ glatt unterschlagen, dass energetisch sanierte Wohnungen ja Heizkosten sparen helfen. Wer beispielsweise durchschnittlich 40 Euro weniger im Monat ausgeben muss, hat zum Jahresende 480 Euro mehr in der Tasche – was sich bis zum Jahr 2050 auf 17.760 Euro summiert.

Zweitens dürften es deutlich mehr als 40 Euro Ersparnis im Monat werden. 1991 kostete der Liter Heizöl Normal 0,52 DM, zehn Jahre später waren es schon 0,72 DM. Der Heizölpreis kennt immer nur eine Richtung: 2011 kostete der Liter 0,82 Cent, mehr als dreimal so viel wie vor 20 Jahren. Gut möglich also, dass sich die Ersparnis in den kommenden 20 Jahren verdreifacht und in den weiteren 17 Jahren bis 2050 versechsfacht: auf dann über 100.000 Euro Ersparnis!

Drittens schließlich hat der Professor immer nur die teuerste Sanierungsvariante in seinen Berechnungen berücksichtigt – und verschwiegen, dass in die Häuser ohnehin Geld investiert werden muss, sollen sie nicht zusammenfallen in den kommenden Jahren. Die Studie stelle „die Kosten der energetischen Sanierung unrealistisch hoch dar“, urteilt die Deutsche Energie-Agentur (dena).

Fragt sich, wieso Universitätsprofessor Andreas Pfnür dann so rechnet!

Hier die Antwort: In Auftrag gegeben hat die Studie das Institut für Wärme und Oeltechnik. Dieses wiederum wird von den großen Mineralölunternehmen finanziert. Und weil diese auch in Zukunft den Mietern und Eigentümern das Geld aus den Taschen ziehen wollen, ist eine Panik-Studie gegen die energetische Gebäudesanierung sehr erwünscht.

Vielen Dank für den Hinweis an Jan W. aus Köln!


Schwarz-Gelb: Scheingrünes Energiekonzept

Dienstag, den 7. September 2010

Sie kriegen sich gar nicht wieder ein, die Vertreter der schwarz-gelben Bundesregierung. Als sie am Montag ihren „Kompromiss“ zu Akw-Laufzeiten und Energiepolitik vorstellten, griffen sie allesamt zu Superlativen: Die Kanzlerin sprach von „Revolution“, CSU-Chef Horst Seehofer von „Quantensprung“, und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle von einem Beschluss mit  „epochaler Bedeutung“. Interessanterweise war Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der sich weitgehend durchgesetzt hatte, mit der Vokabel „großer Wurf“ noch am bescheidensten. bundesregierung_atom1Sein Kontrahent aus dem Umweltressort versuchte die Niederlage im Atomstreit denn auch mit großen Worten zu kaschieren. Deutschland bekomme nun „die klimaverträglichste“ Energieversorgung, so Norbert Röttgen in den ARD-Tagesthemen, das beschlossene Konzept sei „weltweit einzigartig“. Schön wär’s. In Wahrheit sind andere Industriestaaten längst weiter. Und für die deutsche Politik ist der schwarz-gelbe Beschluss an etlichen Punkten ein Rückschritt.

So setzt das Energiekonzept langfristige Ziele für die Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes: Von mindestens

bundesregierung_atom2

ist die Rede. Doch exakt dieselbe Marke beschloss die britische Regierung schon 2008 - und zwar nicht als politische Absicht, sondern als verbindliches Gesetz! Schweden geht mit seinen Klimazielen gar noch weiter: Der (konservative) Ministerpräsident Frederik Reinfeldt kündigte im vergangenen Jahr an, bis 2050 die Kohlendioxid-Emissionen seines Landes um hundert Prozent zu senken.

Schaut man das schwarz-gelbe Energiekonzept auch nur etwas genauer an, finden sich reihenweise Enttäuschungen. Bis 2020, heißt es da, solle der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch 18 Prozent betragen, beim Strom 35 Prozent. Klingt nett, ist aber weniger als im „Nationalen Aktionsplan erneuerbare Energie“, der gerade vier Wochen alt ist. Dort steht noch:

bundesregierung_atom3

Vielleicht nimmt Schwarz-Gelb hier schon den Effekt der beschlossenen Akw-Laufzeitverlängerung vorweg, den zahlreiche Experten (etwa vom Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung) prophezeien? Ein Überangebot von billig und unflexibel erzeugtem Atomstrom wird nämlich voraussichtlich den Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen. Jedenfalls nennt das Energiekonzept für 2050 lediglich ein Ziel von 80 Prozent Ökostrom. Für Röttgen kommt dies einer Ohrfeige gleich: Er hatte in den vergangenen Monaten wieder und wieder von „nahezu“ hundert Prozent bis 2050 gesprochen.

Neun Einzelpunkte listet das Energiekonzept im Folgenden auf (und natürlich ist nicht alles davon verkehrt). Wir wollen hier aber erstmal nur drei Punkte betrachten:

Die Steigerung der Energieeffizienz wird als „Schlüsselfrage“ bezeichnet, hierzulande bestünden „ganz erhebliche Potenziale zur Stromeinsparung“. Das stimmt zweifellos. Doch die dann genannten Maßnahmen sind wenig mehr als Placebo-Pillen. Ein ernsthaftes Energieeffizienzgesetz spart sich die Regierung. Und die angekündigte CO2-Kennzeichnung von Neuwagen ist nicht „transparent“, wie Schwarz-Gelb behauptet, sondern schlicht irreführend.

Zu Kohlekraftwerken heißt es im Energiekonzept, weitere Investitionen seien im Interesse von Klimaschutz und Energiewende notwendig. Dies hat das Umweltbundesamt bereits 2006 in einer Kurzstudie widerlegt (das Papier ist auf der UBA-Website nicht verfügbar, dafür aber hier). Doch Schwarz-Gelb will nun Kraftwerksneubauten sogar noch fördern. Die Subventionen werden zwar daran gebunden, dass die Anlagen „fähig“ sein müssen für die umstrittene CCS-Technologie zur Abscheidung und unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid. In der Praxis aber wird das heißen, dass sie erstmal ohne CCS in Betrieb gehen – und später wegen hoher Kosten nie nachgerüstet werden. Die Förderung werde aber

bundesregierung_atom4

Das wirkt ökologisch, ist jedoch ein Rückschlag für Röttgen: Er hatte koalitionsintern Mindestwirkungsgrade für Kohlekraftwerke gefordert, so hätten Stromkonzerne ihre oft uralten Braun- oder Steinkohleblöcke garantiert vom Netz nehmen müssen. Nun aber sollen sie Zuschüsse für Anlagen bekommen, die im Vergleich zu modernen Erdgas- oder Biogaskraftwerken immer noch wahre CO2-Schleudern sein werden.

Beim Punkt energetische Gebäudesanierung schließlich ist die schwarz-gelbe Diskrepanz zwischen Worten und Taten atemberaubend. Verstärkte Wärmedämmung und Heizungssanierung, so das Energiekonzept, sei „ein zentraler Schwerpunkt“ und „der zentrale Schlüssel zum Erreichen der Klimaziele“. Deshalb werde

bundesregierung_atom5

Bisher tat Schwarz-Gelb das Gegenteil. Seit Regierungsübernahme gehen die Gelder zurück. Die KfW-Bank kündigte bereits an, Teile des Förderprogramms einzustellen. Und im Rahmen des Sparpakets hat das Kabinett gerade beschlossen, dass die Mittel von 1,2 Milliarden in diesem Jahr auf rund 430 Millionen Euro für 2011 sinken.

Das Energiekonzept der Bundesregierung ist also tatsächlich ein Quantensprung – in Grünfärberei.