Monatsarchiv für September 2011

Wir machen weiter! Wenn Sie es wollen…

Sonntag, den 25. September 2011

Haben Sie diese Woche schon in den Spiegel geschaut? Sollten Sie immer noch überlegen, ob Sie uns unterstützen, dann hilft ein Durchblättern des Magazins vielleicht bei der Entscheidung.

Die Tetra-Pak-Annonce auf Seite 39 zum Beispiel kann Sie nicht mehr foppen, wenn Sie uns schon länger lesen – bereits im Juni nämlich sind wir dieser Werbekampagne auf den Grund gegangen. Auch die liebliche Anzeige von General Electric eine Seite vorher führt Lügendetektor-Leser/innen nicht hinters Licht – das dreckige Geschäft des US-Konzerns mit Kohlekraftwerken war bei uns schon vor zweieinhalb Jahren Thema.

Doch die Grünfärber-Welle rollt und rollt und rollt, noch immer gäbe es unendlich viel aufzuklären. So präsentiert Audi in einem Beihefter des aktuellen Spiegel seine Sportlimousine S7 (420 PS, 225 g CO2/km) allen Ernstes als Umweltfortschritt! Auf der Heftrückseite prangt eine Opel-Annonce für den neuen Elektrowagen Ampera, als CO2-Emission sind da 27 g/km genannt; sehr gern würden wir Ihnen detailliert erklären, dass solche Angaben gemäß EU-Norm bei Plug-In-Hybriden ziemlicher Quatsch sind und Autokäufer regelrecht irreführen. Und unser Instinkt sagt uns, dass auch die Anzeige auf Seite 99, mit der nun sogar die Sparkassen auf den Öko-Werbe-Zug aufspringen, eine gründliche Prüfung verdient hätte.

Leider können wir das derzeit nicht leisten. Allein können wir vom Online-Magazin klimaretter.info die Kosten unseres Tochterprojekts klima-luegendetektor.de nicht mehr tragen. Guter Journalismus kostet nun einmal Geld. Denn darum geht es uns: Nicht nur irgendwelche, schnell hingeworfene Blog-Beiträge, sondern gründliche Recherchen und tadellose Texte.

Seit dem Sommer werben wir deshalb um Unterstützung unserer Leserinnen und Leser: um einmalige Spenden oder – noch besser – ein festes Abo für nur fünf Euro im Monat (oder gern auch mehr). Durchaus mit Erfolg. Aber die bisher eingegangenen Zusagen reichen noch nicht, um den Klima-Lügendetektor in der von uns gewünschten Form wieder aufleben zu lassen.

Ein bisschen Zeit bleibt Ihnen noch – im Oktober werden wir uns hinsetzen und Bilanz ziehen. Sie also – ja, Sie dort am Computermonitor! – haben es in der Hand, ob wir an dieser Stelle bald wieder grüne Werbekampagnen von Audi, Opel und vielen durchleuchten.


185 Abonnenten – sonst Geld zurück

Donnerstag, den 15. September 2011

„Hiermit ermächtige ich Sie widerruflich, bei einem Neustart des Klima-Lügendetektors monatlich 5 Euro von meinem Konto abzuziehen“, schrieb uns Steffen W. aus Falkensee. Er findet es „enorm wichtig“, das um sich bordende Grünfärben in Werbung, Politik oder Kommunikation weiterhin unter die Lupe zu nehmen. So wie Jörg K. aus Schwerin, Constanze R. aus Wangen und viele, viele andere auch.

Herzlichen Dank für den Vertrauensvorschuss! Mal sind es 3 €, mal 10 €, in einigen Fällen sogar 50 € monatlich, mit denen die bisherigen Leser die Finanzierung unserer Arbeit selbst in die Hand nehmen. Warum der Detektor in finanzielle Schieflage geraten war, erfahren Sie HIER.

2 Wochen vor dem Stichtag fehlen aber immer noch mindestens 185 Menschen, die uns monatlich fünf Euro überweisen.

Wir würden den Detektor gern wieder anschalten.  Stoff gibt es genügend. Recherchieren müsste man beispielsweise, warum die Air Berlin für ihre Umweltzerstörung mit dem ÖkoGlobe der Versicherungsgruppe DEVK ausgezeichnet wird. Ob die coop eG tatsächlich einen so nachhaltigen Öko-Strom anbietet, wie sie auf ihren Seiten wirbt (Erfolgt der Strombezug nicht über die Hamburger EHA – einem Joint Venture von REWE und Vattenfall?).

Aber wir können nur anschalten, wenn wir eine stabile Finanzierung der Arbeit hinbekommen. Schließlich wollen wir unsere Leser nicht im Dezember schon wieder damit belästigen, dass der Detektor Geld braucht.

Deshalb unsere Bitte: Abonnieren Sie den Klima-Lügendetektor. Fällen Sie Ihre Entscheidung gleich! In 14 Tagen fällt die Entscheidung der Verlagsleitung.

Konto 11 09 12 27 00
bei der GLS-Bank Bochum (BLZ 43 06 09 67)
Kontoinhaberin: GutWetter Verlag UG

Oder erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung, wie es die Verbraucherzentrale Hamburg getan hat: Dort heißt es im Betreff: „Gilt nur, wenn der Lügendetektor weiter betrieben wird“.

PS: Ein Hinweis vom Verlag: Sollten bis zum 1. Oktober nicht die fehlenden 185 Abonnenten zusammen kommen, erhält jeder, der für den Weiterbetrieb bereits eingezahlt hat, sein Geld per Rückbuchung zurück. Mal abgesehen davon, dass ein Lügendetektor sich gar nichts anderes erlauben könnte: Der Verlag ist rechtlich dazu verpflichtet.