Haben Sie diese Woche schon in den Spiegel geschaut? Sollten Sie immer noch überlegen, ob Sie uns unterstützen, dann hilft ein Durchblättern des Magazins vielleicht bei der Entscheidung.
Die Tetra-Pak-Annonce auf Seite 39 zum Beispiel kann Sie nicht mehr foppen, wenn Sie uns schon länger lesen – bereits im Juni nämlich sind wir dieser Werbekampagne auf den Grund gegangen [1].
[2]Auch die liebliche Anzeige von General Electric eine Seite vorher führt Lügendetektor-Leser/innen nicht hinters Licht – das dreckige Geschäft des US-Konzerns mit Kohlekraftwerken war bei uns schon vor zweieinhalb Jahren Thema [3].
Doch die Grünfärber-Welle rollt und rollt und rollt, noch immer gäbe es unendlich viel aufzuklären. So präsentiert Audi in einem Beihefter des aktuellen Spiegel seine Sportlimousine S7 (420 PS, 225 g CO2/km) allen Ernstes als Umweltfortschritt!
Auf der Heftrückseite prangt eine Opel-Annonce für den neuen Elektrowagen Ampera, als CO2-Emission sind da 27 g/km genannt; sehr gern würden wir Ihnen detailliert erklären, dass solche Angaben gemäß EU-Norm bei Plug-In-Hybriden ziemlicher Quatsch sind und Autokäufer regelrecht irreführen.
Und unser Instinkt sagt uns, dass auch die Anzeige auf Seite 99, mit der nun sogar die Sparkassen auf den Öko-Werbe-Zug aufspringen, eine gründliche Prüfung verdient hätte.
Leider können wir das derzeit nicht leisten. Allein [4]können wir vom Online-Magazin klimaretter.info [5] die Kosten unseres Tochterprojekts klima-luegendetektor.de nicht mehr tragen. Guter Journalismus kostet nun einmal Geld. Denn darum geht es uns: Nicht nur irgendwelche, schnell hingeworfene Blog-Beiträge, sondern gründliche Recherchen und tadellose Texte.
Seit dem Sommer werben wir deshalb um Unterstützung unserer Leserinnen und Leser: um einmalige Spenden [6] oder – noch besser – ein festes Abo [7] für nur fünf Euro im Monat (oder gern auch mehr). Durchaus mit Erfolg [8]. Aber die bisher eingegangenen Zusagen reichen noch nicht [9], um den Klima-Lügendetektor in der von uns gewünschten Form wieder aufleben zu lassen.
Ein bisschen Zeit bleibt Ihnen noch – im Oktober werden wir uns hinsetzen und Bilanz ziehen. Sie also – ja, Sie dort am Computermonitor! – haben es in der Hand, ob wir an dieser Stelle bald wieder grüne Werbekampagnen von Audi, Opel und vielen durchleuchten.