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Weißes Haus: Bei Exxon Mobil abschreiben

Dienstag, den 7. März 2017

Bekanntlich regiert derzeit Donald Trump die Vereinigten Staaten von Amerika. Oder etwa doch nicht?

Das Weiße Haus hat gestern folgende Stellungnahme verschickt:

Unstrittig jedenfalls ist: Trump sitzt jetzt im Weißen Haus, von dort lässt er sich als US-Präsident verlauten. Und er macht das, was er seinen Landsleuten im Wahlkampf angekündigt hatte. Zum Beispiel Jobs schaffen.

Präsident Trump gratuliert Exxon Mobil in seiner Stellungnahme vom Montag zu einem „Arbeitsplätze schaffenden Investitionsprogramm“. Weiter heißt es aus dem Hause des US-Präsidenten:

Nun, das klingt ein bisschen nach Firmen-PR, wenn der Präsident der USA erklärt, Exxon Mobil investiere „strategisch in neue Raffinerie- und Chemieproduktions-Projekte in der Golfküstenregion der Vereinigten Staaten, um seine Produktions- und Exportkapazitäten zu erweitern“. Ist doch klar, schließlich sind strategische Investitionen in der Regel dazu da, um Kapazitäten zu erweitern. 

Schauen wir also bei Exxon Mobil nach, welche Details der weltgrößte Energiekonzern zu seinem Investitionsprogramm verrät:

Ups, das ist ja Wort für Wort das Gleiche!

Das Weiße Haus verzichtet lediglich auf das Wort expansion – Exxon Mobils Erweiterungs-Programm ist in der Sprache des US-Präsidenten einfach nur das Golf-Wachstums-Programm. So, als ob der Chef persönlich Hand angelegt hätte.

„Der Geist des Optimismus fegt durch das Land, und das ist erst der Anfang“, heißt es auf Trumps Facebook-Seite zu dem Investitions-Programm.

Was er damit nun wieder meint!? Vielleicht, dass Exxon Mobil sich demnächst auch die Gesetzestexte im Weißen Haus selber schreibt? Dass die Pipelines „Dakota Access“ und „Keystone XL“ von der US-Administration persönlich gebaut werden wie die Mauer nach Mexiko? Ex-Exxon-Mobil-Chef Rex Tillerson jetzt als US-Außenminister ganz offiziell Politik für die „Vereinigten Aktionäre von Exxon Mobil“ macht? Dass er, Donald John Trump, gar nicht der 45. US-Präsident ist, sondern nur eine Marionette?

Wir werden dranbleiben, versprochen!

Danke an Matthias R. aus Hamburg für den Hinweis.


Weißes Haus: Beim Klimawandel „no results“

Samstag, den 21. Januar 2017

Tata!

Kaum im Amt, kann der neue US-Präsident Donald Trump schon den ersten Erfolg verbuchen. Ab sofort nämlich gibt es den Klimawandel nicht mehr!

Wer sich noch am Donnerstag auf den Seiten des Weißen Hauses über das Problem der Erderwärmung kundig machen wollte, den erschlug das Material förmlich, das die Obama-Administration zum Thema bereithielt.

Hier ein Auszug:

Wer 24 Stunden nach der Amtseinführung Trumps auf den Seiten des Weißen Hauses ins Suchfeld „climate change“ eingibt, der erhält folgende Auswahl:

Ist das nicht phantastisch? Noch keine 24 Stunden im Amt und schon existiert das Problem nicht mehr?

Mr. Trump, du Teufelskerl!

PS: Es gibt natürlich immer noch ein paar Störenfriede, wie den Potsdamer Professor Stefan Rahmstorf, der es wagt, sich über den neuen US-Präsidenten zu stellen – mit Fakten, Daten, Kurven, ja sogar mit Wissenschaft!!!