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BMW: Mit Atemnot werben

Sonntag, den 4. November 2018

In der griechischen Tragödie ist die Nymphe Hybris gern gesehene Protagonistin für das Scheitern. Denn Hybris war seinerzeit nicht nur überheblich, sie ignorierte auch den Zustand der Welt.

Daran erinnern uns die Bayerischen Motoren-Werke BMW mit der folgenden Anzeige aus der Süddeutschen Zeitung:

Beworben wird die 8er-Reihe von BMW, deren neue Modelle im März 2019 bei den Händlern stehen sollen. Der Grundpreis der Geschosse liegt bei 150.000 Euro, die 530 PS der Autos katapultieren einen Menschen in 3,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Außerdem verwüsten diese Autos die Umwelt mit Strickoxiden, Feinstaub, Reifenabrieb und einem viertel Kilogramm Treibhausgas pro gefahrenem Kilometer.

Der Grenzwert liegt aktuell bei 130 Gramm je Kilometer – ab 2020 gelten dann 95 Gramm als zulässig, lediglich ein Drittel dessen, was die neuen BMWs rausblasen.

Aber es ist ja nicht so, dass BMW das nicht selbst wüsste. Wie heißt es doch gleich in der Anzeige?

Es ist atemraubend, wie offen BMW seine Schuld bekennt!

Oder ist es Hybris?

Jedenfalls ersuchen wir hiermit die Staatsanwaltschaft München, ein Ermittlungsverfahren gegen BMW wegen vorsätzlicher Körperverletzung (oder auch: vorsätzlichem Mord) einzuleiten. Denn BMW hat im Dieselskandal nicht nur bewusst getäuscht, getrickst und verschleiert!

Sie kündigen jetzt auch noch an, dies künftig weiterhin tun zu wollen.

Vielen Dank für den Hinweis von Ullrich S. und Bernhard P. aus Berlin!


VW: Nachhaltiger Betrug

Montag, den 21. September 2015

In der aktuellen Ausgabe des Spiegels findet sich auf Seite 9 folgende Anzeige:

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Es geht um den neuen VW Passat. Und um einen Witz.

Passend zur Anzeige hatte der Konzern – Motto: „Das Auto“ – nämlich am Wochenende bekannt gegeben, dass er lügt und betrügt. Manipulierte Abgaswerte in den USA: Die Wolfsburger Autobauer mussten eingestehen, dass sie ihre Messtechnik so programmiert hatten, dass die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausgeschaltet und bei Abgastests angeschaltet sind. Ergebnis: „Das Auto“ produziert viel mehr Dreck, als draufsteht.

Zurück zum Witz: In der Anzeige publiziert VW folgende Zahlen

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Donnerwetter.
Das Zero-Emissions-Fahrzeug schafft 50 Kilometer!
50 von 1.000 Kilometern!!
Also sagenhafte 5 Prozent!!!
Klar, dass ein solch technologischer Durchbruch beworben werden muss!!!!!

Denn schließlich handelt es sich bei VW ja auch um den „nachhaltigsten Automobilkonzern der Welt“ !!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Um den „nachhaltigsten Lügenkonzern der Welt“: Volkswagen ist hochoffiziell des Betruges überführt. „Das Auto“ emittiert in seiner Diesel-Ausgabe 40-mal mehr Stickoxide als in den USA zugelassen. Um das zu verschleiern, hat der Konzern schwer betrogen.

Im Klartext: Die Anzeige im Spiegel ist nicht nur peinlich, weil sie etwas als technologischen Fortschritt hochjubelt, das VW lieber beschweigen sollte. 5 Prozent elektrisch nach 1.000 fossilen Kilometern sind ein absoluter Witz in Zeiten des erklärten Klimaschutzes. Der Anzeige im Spiegel können wir auch nicht mehr glauben: Notfalls biegt sich VW auch noch die 5 Prozent zurecht.

Noch ist nicht abzusehen, ob sich die Konzernleitung im Sattel halten kann. Sicher ist aber, dass der Schaden „nachhaltig“ sein wird (an dieser Stelle können wir getrost auf Ausrufezeichen verzichten).

Danke an Kristina H. aus Berlin für den Hinweis