BMW: Mit Atemnot werben

In der griechischen Tragödie ist die Nymphe Hybris gern gesehene Protagonistin für das Scheitern. Denn Hybris war seinerzeit nicht nur überheblich, sie ignorierte auch den Zustand der Welt.

Daran erinnern uns die Bayerischen Motoren-Werke BMW mit der folgenden Anzeige aus der Süddeutschen Zeitung:

Beworben wird die 8er-Reihe von BMW, deren neue Modelle im März 2019 bei den Händlern stehen sollen. Der Grundpreis der Geschosse liegt bei 150.000 Euro, die 530 PS der Autos katapultieren einen Menschen in 3,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Außerdem verwüsten diese Autos die Umwelt mit Strickoxiden, Feinstaub, Reifenabrieb und einem viertel Kilogramm Treibhausgas pro gefahrenem Kilometer.

Der Grenzwert liegt aktuell bei 130 Gramm je Kilometer – ab 2020 gelten dann 95 Gramm als zulässig, lediglich ein Drittel dessen, was die neuen BMWs rausblasen.

Aber es ist ja nicht so, dass BMW das nicht selbst wüsste. Wie heißt es doch gleich in der Anzeige?

Es ist atemraubend, wie offen BMW seine Schuld bekennt!

Oder ist es Hybris?

Jedenfalls ersuchen wir hiermit die Staatsanwaltschaft München, ein Ermittlungsverfahren gegen BMW wegen vorsätzlicher Körperverletzung (oder auch: vorsätzlichem Mord) einzuleiten. Denn BMW hat im Dieselskandal nicht nur bewusst getäuscht, getrickst und verschleiert!

Sie kündigen jetzt auch noch an, dies künftig weiterhin tun zu wollen.

Vielen Dank für den Hinweis von Ullrich S. und Bernhard P. aus Berlin!