Archiv des Schlagwortes ‘ArcelorMittal’

Wer wird „Schlimmster Klima-Lobbyist 2010″?

Montag, den 15. November 2010

„Tausende Lobbyisten streifen durch die Gänge der Macht in Brüssel“, schreiben vier europäische Organisationen, darunter Friends of the Earth und Lobbycontrol, in einem Aufruf. „Sie arbeiten außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit, und viele zögern nicht, problematische Methoden anzuwenden. Sie täuschen vor, besorgte Umweltschützer zu sein, paralysieren die EU durch Panikmache, sichern sich privilegierte Zugänge zu Entscheidungsträgern.“

Seit 2005 loben die Organisationen regelmäßig den „Worst EU Lobbying Award“ aus. Mit diesem Preis soll auf „irreführende und manipulierende“ Werbung und Öffentlichkeitsarbeit hingewiesen werden. In diesem Jahr gibt es sogar eine eigene Kategorie „Klima“. Nominiert sind hier der Energieriese RWE, der im grünen Mäntelchen Lobbyarbeit für dreckige Kohlekraftwerke betreibe. Außerdem der Stahlkonzern ArcelorMittal, der erfolgreich und zum eigenen Vorteil den EU-Emissionshandel aufgeweicht habe. Sowie der Unternehmens-Dachverband Business Europe, der vehement gegen ambitionierte Klimaziele kämpfe.

Noch bis zum 26. November können Stimmen für „Europas schlimmsten Lobbyisten 2010″ abgegeben werdenklicken Sie hier.

Ein kleines Filmchen auf YouTube zeigt bereits Aktivisten des „Lobby Awards“, wie sie das Business-Europe-Büro besuchen – oder es zumindest versuchen …


Jetzt wählen: Wer ist der größte Grünfärber?

Montag, den 18. Mai 2009

Was haben BP, Shell und Vattenfall gemeinsam? Sie sind weltweit führend bei der Produktion von Kohlendioxid. Sie sind erfahrene Grünfärberer (mit denen wir uns auch beschäftigen mussten). Und sie sind – gemeinsam mit dem Stahlkonzern ArcelorMittal, dem dänischen Staatskonzern Dong Energy und dem Ölriesen Repsol – Kandidaten für den „Climate Greenwash Award“.

Den Preis vergeben die dänischen Sektionen von Attac und Friends of the Earth gemeinsam mit dem lobbykritischen Brüsseler Verband Corporate Europe Observatory und anderen Organisationen. Anlass ist ein hochmögender „World Business Summit on Climate Change“, zu dem sich Al Gore, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und die Spitzen zahlreicher multinationaler Konzerne in Kopenhagen treffen. Man wolle „Empfehlungen vorbringen für das künftige Welt-Klimaabkommen“, heißt es offenherzig in der Einladung. Angesichts des bisherigen Verhaltens von BP, Dong, Shell, Vattenfall & Co. darf man das getrost als Drohung verstehen. Denn die vorgeschlagenen „Lösungen“ fürs Klimaproblem sind ziemlich bequem für die Firmen.

Freundliche Fernsehbilder und Medienberichte wird das Treffen den Unternehmen trotzdem bescheren – da wollen die Veranstalter des „Climate Greenwash Awards“ auf die dunklen Seiten der Klimabilanzen der Unternehmen hinweisen. Mit den sechs nominierten Firmen stünden einige der „empörendsten Beispiele für Klima-Grünfärberei“ zur Abstimmung.

Hier geht es zur – leider nur englisch- oder dänischsprachigen – Wahl-Website.