wibo: Täuschend echte Effizienz

Es ist vielleicht gerade heute bei 34 Grad im Schatten das falsche Thema: Die Hamburger Firma wibo wirbt für die „neue Wärme-Effizienz-Heizung“. Es geht um Elektroheizungen per Postwurf

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und um „heimelige Atmosphäre auf Knopfdruck“: Das „täuschend echte Flammenspiel – brandneu entwickelt“ ist die „erste elektrische Kamin-Serie mit Wärme-Effizienz-System“:

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Die Geräte sind „Partner der Energiewende“, wie das Siegel rechts unten in der Ecke verrät, sie sind „eco Systems Niedrigenergie“ und vor allem zeichnen sie sich aus durch

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„Jetzt von den Sommer-Angeboten profitieren“, rät die Firma wibo. Besser nicht, raten wir: Heizen mit Strom ist extrem ineffizient und obendrein teuer. Verbraucherzentralen warnen deshalb seit Langem vor der Anschaffung solcher Geräte. Und weil der Strom natürlich nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern hierzulande immer noch vor allem aus Kohlekraftwerken, sind Elektroheizungen und -kamine alles andere als „Partner der Energiewende“.

Laut einer Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES) verursachen Elektroheizungen 3,6-mal mehr Treibhausgase als moderne Gasbrennwertheizungen und 13-mal mehr als Holzpelletheizungen. In Deutschland sind sie für den Ausstoß von jährlich 30 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich, das sind mehr als drei Prozent der gesamten bundesdeutschen Emissionen.

Früher hieß es in den wibo-Postwurfsendungen, die Öfen sorgten für „CO2-freie“ Wärme. Heute werben die Elektroheizer mit dem Slogan:

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Der Bund der Energieverbraucher hatte 2004 geurteilt: „Eine Stromheizung als wirtschaftlich und umweltschonend anzupreisen stellt nach Auffassung des Bundes der Energieverbraucher eine Irreführung von Verbrauchern dar.“ Aus diesem Grund hat der Verbraucherverband einen bayerischen Hersteller abgemahnt, der daraufhin seine Werbebroschüren ändern musste.

Bund der Engieverbraucher: Bitte übernehmen!

PS: Die auf der Werbung verwendeten Siegel „eco Systems Niedrigenergie“, „Wärme-Effizienz-Heizung“ und „Partner der Energiewende“ gibt es nur bei wibo. Und als „Partner der Energiewende“ sieht sich auch die deutsche Steinkohlenwirtschaft.

Danke an Michael M. aus Lechbruck am See für den Hinweis