Wir machen weiter! Wenn Sie es wollen…

Haben Sie diese Woche schon in den Spiegel geschaut? Sollten Sie immer noch überlegen, ob Sie uns unterstützen, dann hilft ein Durchblättern des Magazins vielleicht bei der Entscheidung.

Die Tetra-Pak-Annonce auf Seite 39 zum Beispiel kann Sie nicht mehr foppen, wenn Sie uns schon länger lesen – bereits im Juni nämlich sind wir dieser Werbekampagne auf den Grund gegangen. Auch die liebliche Anzeige von General Electric eine Seite vorher führt Lügendetektor-Leser/innen nicht hinters Licht – das dreckige Geschäft des US-Konzerns mit Kohlekraftwerken war bei uns schon vor zweieinhalb Jahren Thema.

Doch die Grünfärber-Welle rollt und rollt und rollt, noch immer gäbe es unendlich viel aufzuklären. So präsentiert Audi in einem Beihefter des aktuellen Spiegel seine Sportlimousine S7 (420 PS, 225 g CO2/km) allen Ernstes als Umweltfortschritt! Auf der Heftrückseite prangt eine Opel-Annonce für den neuen Elektrowagen Ampera, als CO2-Emission sind da 27 g/km genannt; sehr gern würden wir Ihnen detailliert erklären, dass solche Angaben gemäß EU-Norm bei Plug-In-Hybriden ziemlicher Quatsch sind und Autokäufer regelrecht irreführen. Und unser Instinkt sagt uns, dass auch die Anzeige auf Seite 99, mit der nun sogar die Sparkassen auf den Öko-Werbe-Zug aufspringen, eine gründliche Prüfung verdient hätte.

Leider können wir das derzeit nicht leisten. Allein können wir vom Online-Magazin klimaretter.info die Kosten unseres Tochterprojekts klima-luegendetektor.de nicht mehr tragen. Guter Journalismus kostet nun einmal Geld. Denn darum geht es uns: Nicht nur irgendwelche, schnell hingeworfene Blog-Beiträge, sondern gründliche Recherchen und tadellose Texte.

Seit dem Sommer werben wir deshalb um Unterstützung unserer Leserinnen und Leser: um einmalige Spenden oder – noch besser – ein festes Abo für nur fünf Euro im Monat (oder gern auch mehr). Durchaus mit Erfolg. Aber die bisher eingegangenen Zusagen reichen noch nicht, um den Klima-Lügendetektor in der von uns gewünschten Form wieder aufleben zu lassen.

Ein bisschen Zeit bleibt Ihnen noch – im Oktober werden wir uns hinsetzen und Bilanz ziehen. Sie also – ja, Sie dort am Computermonitor! – haben es in der Hand, ob wir an dieser Stelle bald wieder grüne Werbekampagnen von Audi, Opel und vielen durchleuchten.