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Debriv: Ein Weizsäcker für die Braunkohle

Yeah, der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (Debriv) ist wieder da! Seine Werbekampagne „Die Braunkohle. Was liegt näher?“ – die uns bereits mehrfach beschäftigte [1] – geht in die nächste Runde. Diese Woche ließ man den honorigen Richard, äh, Carl Friedrich, nein, Ernst Ulrich, sorry, Carl Christian von Weizsäcker für sich auftreten. Zum Beispiel auf Spiegel Online:

debriv_weizs_gr.jpg [2]

In seinem Beitrag auf der zugehörigen PR-Homepage [3] schreibt Weizsäcker: „Die deutsche Braunkohle ist … unverzichtbar … zur Stabilisierung des Weltklimas.“ Wie bitte? Die weitere Nutzung des Klimakillers Braunkohle hierzulande soll ein Segen sein fürs Klima? Die Argumentation des Professors geht so: Wenn die Deutschen weiter auf den dreckigen Energieträger setzen und ihn (bis wann eigentlich? [4]) durch die umstrittene CCS-Technologie [5] zu „Clean Coal“ machen, dann werde der Rest der Welt diesem Beispiel folgen. Andere Wissenschaftler meinen zwar, Deutschland wäre als weltweites Vorbild wirksamer, wenn es konsequent Energiesparen und Erneuerbare Energien fördern würde. Aber egal.

Der Debriv versichert [6], in seiner Kampagne „unabhängige Experten“ zu Wort kommen zu lassen. Unter Weizsäckers Bild heißt es denn auch:

debriv_weizs_kl.jpg [7] Da könnte zwar ebenso gut stehen: ehem. Mitglied im Wirtschaftsbeirat der RWE AG. Über Jahre gehörte Carl Christian von Weizsäcker [8] nämlich diesem Gremium von Deutschlands größtem Energiekonzern an [9], der just der Verstromung von Braunkohle einen Gutteil seiner Gewinne verdankt.

Aber wie sähe das denn aus?